Empfehlungen zur offenen, nicht überbauten Bauweise

Definition Télécharger en PDF

Bei geeigneten Böden kann die Pflanzung von Bäumen nach guter fachlicher Praxis in Pflanzlöchern mit dem mindestens 1,5-fachen Durchmesser des Ballens erfolgen. Bei bedingt geeigneten Böden muss der Standort durch Bodenbearbeitung wie Mischen des Bodenaushubes mit Bodenverbesserungsstoffen verbessert werden.

An Straßenstandorten muss meist zur Schaffung eines geeigneten Baumstandortes ja nach vorgesehener Nutzung eine der nachfolgenden Bauweisen (siehe offen, nicht überbaut oder überbaut) gewählt werden:

Bei der offenen, nicht überbauten Pflanzgrube reicht die Pflanzgrubenverfüllung bis zur Oberfläche des daran angrenzenden Bodens. Sie hat i.d.R. eine offene Baumscheibe und ihre Oberfläche wird nicht oder nur geringfügig belastet.

Sie wird bei Baumpflanzungen in Grünflächen und Grünstreifen entlang von Straßen oder in Verkehrsflächen, die nicht zum Begehen oder Befahren vorgesehen sind, angewandt.

Die Verfüllung erfolgt mit Substraten, die bei leichter Verdichtung (Verdichtungsgrad 83 % bis 87 % DPr) zur Vermeidung von Sackungen einen guten Wasser- und Lufthaushalt aufweisen. Sie müssen strukturstabil und für den Einbau bis mindestens 1,5 m Tiefe geeignet sein.

Beispiele Télécharger en PDF

Abb. offene, nicht überbaute Pflanzgrubenbauweise

Abb. offene, nicht überbaute Bauweise mit angrenzender Verkehrsfläche

Häufige Hürden und Lösungsansätze Télécharger en PDF
  • Das Substrat ist zu nährstoffreich
    • Entwicklung eines luxemburgischen Baum-substrates das der FLL-Richtlinie folgt
  • Es werden keine lokalen Substrate verwendet (aus Verfügbarkeit oder Gewohnheit)
    • Entwicklung eines luxemburgischen Baum-substrates das der FLL-Richtlinie folgt bzw. vorhandenen Mutterboden anpassen
  • Die Baumscheibe muss nachträglich wegen Fußgängerdruck überbaut werden
    • freitragende Baumscheibenabdeckung
    • grobkörnige, luft- und wasserdurchlässige Materialen verwenden