Hinweise zur Ausschreibung
Empfehlungen Télécharger en PDF
Leistungsbeschreibung:
- klare Definitionen, welche Leistungen (z. B. Lieferung, Pflanzung, Pflege, Bewässerungssysteme, Schutz von Bestandsbäumen) ausgeschrieben und wie sie abgerechnet werden (z.B. Lieferschein).
Qualitätskriterien:
- Qualitätsstandards für Bäume (z. B. Stammumfang, Höhe, Wurzelballenqualität) mit Verweis auf die „Gütebestimmungen für Baumschulpflanzen“ des Bundes Deutscher Baumschulen BDB und die DIN 18916
- Aussagekräftige Prüfnachweise für Materialien wie Substrate sind vor dem Einbau als Teil des Angebotes durch den/ die Auftragnehmer/ -in vorzulegen
Kontrollen / (Zwischen-)Abnahmen:
Phasenweise Kontrollen zur
- Pflanzgrubenherstellung (Sohlenlockerung, Drainage…)
- Zum Baumsubstrat (Massen, Qualität, Nachweis, Verdichtung…)
- Zur Pflanzung (Position, Tiefe, Stabilisierung…)
- Abschluss (Fotos, Baumkataster…)
Pflegeverpflichtungen:
- Empfehlung für 3 bis 5 oder mehr Jahre Unterhaltungspflege
- Nachweis der Pflegegänge
Vertragliche Pflichten
- Gewährleistung:
- Empfehlung für 3 bis 5 Jahre Pflegegarantie (Ersatz bei Ausfällen)
- Dokumentation der Pflegemaßnahmen in einem Baumpass
- Kommunikation:
- Regelmäßige Berichterstattung an die Auftraggeberin (z. B. wöchentliche Fortschrittsberichte)
- Schlechtwetter
- Vertragliche Regelungen zu Schlechtwettertagen und Ersatzterminen
- Bauzeitenplan mit Abnahmen
- Strafklauseln bei Nicht-Einhaltung der Ausschreibungsunterlagen
- Vorgehensweise zur Abrechnung
Anforderungen an Bauunternehmen Télécharger en PDF
Erfahrungen und Referenzen
- Nachweisbare Expertise
- B. mindestens 3 Referenzprojekte für ähnliche Baumpflanzungen im öffentlichen Raum
- Erfahrung mit luxemburgischen Vorschriften (z. B. Umweltauflagen, Verkehrssicherheit)
- Zertifizierungen:
- Nachweis von Berufskenntnissen (z.B. Gärtnermeister als Kolonnenführer)
- Schulungen zu Baumstatik oder FLL-Richtlinien sind von Vorteil
Vor-Ort-Besichtigung
- Verpflichtende Begehung:
- Bauunternehmen müssen den Standort vor Angebotsabgabe besichtigen, um Risiken (z. B. Leitungen, Bodenbeschaffenheit, evtl. notwendiges Bodengutachten) zu erkennen
- Protokoll der Besichtigung ist Teil des Angebots
Technische und organisatorische Anforderungen
- Maschinen und Equipment:
- Einsatz von speziellen Pflanzmaschinen für urbanen Raum, um Bodenverdichtung zu vermeiden
- Vorhandensein von GPS-gestützter Vermessung für präzise Positionierung von Vorteil
- Umweltmanagement:
- Nachweis eines Abfallkonzepts (z. B. Entsorgung von Verpackungen, Erdaushub).
- Verwendung von regionalem Saatgut oder bei heimischen Baumarten mögliche Anzucht in Baumschulen aus dem gleichen Vorkommensgebiet (4).
Abb. Vorkommensgebiete in Deutschland
Vorkommensgebiete Bundesamt für Naturschutz / Bundesamt für Kartographie und Geodäsie https://www.bfn.de/daten-und-fakten/vorkommensgebiete-gebietseigener-gehoelze